Bürgermeister gratuliert Weltmeister aus Schiffweiler

V.l.: Bürgermeister Markus Fuchs, Weltmeister Sebastian Schledorn, Ortsvorsteher von Schiffweiler Dominik Dietz und sein Stellvertreter Erwin Klein. Foto: Isabel Sand

Als Sebastian Schledorn von Hongkong erzählt, sind alle im Büro des Bürgermeisters gespannt. Denn in China hat der Schiffweiler im Februar den Hockey-Weltmeistertitel mit der deutschen Senioren-Nationalmannschaft geholt. Bürgermeister Markus Fuchs hat ihn am vergangenen Donnerstag ins Rathaus eingeladen, um ihm persönlich zu seinem großen Erfolg zu gratulieren.

„Wir sind sehr stolz auf die sportliche Leistung von Sebastian Schledorn“, sagt Fuchs. Gemeinsam mit dem Ortsvorsteher von Schiffweiler, Dominik Dietz, und seinem Stellvertreter, Erwin Klein, unterhält sich Fuchs mit dem WM-Sieger über Sport. Der sympathische 39-Jährige erklärt die Regeln von Hockey, das entweder auf dem Rasen oder in der Halle gespielt wird. Als Elfjähriger hielt Schledorn zum ersten Mal einen Hockeyschläger in den Händen. Damals spielte er in der Hockey-AG an der Maximilian-Kolbe-Schule in Wiebelskirchen. Danach fing er als Jugendspieler beim Hockey- und Tennisclub Neunkirchen an und wechselte schließlich zur TG Worms, wo er bis heute in der ersten Mannschaft in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar spielt. In der Nationalmannschaft fing der Anlagen-Mechanikermeister, der heute bei der Kommunalen Energie- und Wasserversorgung (KEW) arbeitet, erst spät an. Nachdem er bei mehreren Sichtungsterminen spielte, wurde er schließlich in die Senioren-Nationalmannschaft berufen und für die Weltmeisterschaft in Hongkong nominiert. Dort war er bei allen Spielen auf dem Platz und konnte mit seiner Mannschaft den WM-Titel holen. Als „ein Riesenerlebnis“ beschreibt Schledorn seinen Aufenthalt und den Sieg in Hongkong. Dabei musste er für die gesamte Reise selbst aufkommen. Denn im Gegensatz zur A-Nationalmannschaft erhält die Seniorenauswahl keinerlei finanzielle Unterstützung durch den Deutschen Hockeybund. Sponsoren zu finden, sei ebenfalls ein schwieriges Unterfangen, so der Weltmeister.

Dennoch träumt Schledorn schon von den nächsten Meisterschaften. Im Juni finden die Feldhockey-Europameisterschaften in Rotterdam statt. Einen Platz im Kader hat sich Schledorn bereits gesichert, einzig sein Arbeitgeber müsste ihm in dieser Zeit noch frei geben. Wir drücken die Daumen!