Für Müllsünder wird es teuer

Am Waldeingang am Nußkopf hat jemand seine ganze Badezimmereinrichtung entsorgt. Foto: Gemeinde

Egal ob Kleidersäcke, Altpapier oder Glas – obwohl die Container augenscheinlich randvoll sind, wird dennoch nichts unversucht gelassen, doch noch etwas hineinzustopfen. Und wenn das nicht geht, dann landen Altkleider und Zeitungsstapel eben neben den Sammelbehältern. Doch das ist längst nicht alles. Vielerorts finden sich auch Abfälle an den Containerstandplätzen, die dort absolut nicht hingehören. Da liegen volle Windeln und benutzte Binden an den Containern an der Klinkenthalhalle und verfaulte Lebensmittel und Sperrholz an den Sammelbehältern in der Mühlenstraße. Auch Wald- und Feldwege werden bevorzugt genutzt, um hier illegal Müll und Dreck abzuladen.

„Im Juni hat uns ein Bürger darauf aufmerksam gemacht, dass ein ganzes Badezimmer, inklusive Kloschüssel und Fliesen, am Waldeingang am Nußkopf illegal entsorgt wurde“, sagt Daniel Müller vom Ordnungsamt der Gemeinde. Es passiere häufig, dass die Umgebung wild vermüllt werde, besonders an versteckten Waldeingängen und Orten, an denen keine Wohnbebauung in der Nähe sei. Der meiste illegale Müll werde allerdings an den Containerstandplätzen abgeladen. „Besonders häufig wird Müll an den Containerstandplätzen in der Mühlenstraße, am Madenfelder Hof, an der Klinkenthalhalle und am Gewerbegebiet Klinkenthal entsorgt“, sagt Müller.

Dabei ist die unerlaubte Müllentsorgung keineswegs ein Kavaliersdelikt. Wer entgegen § 28 Kreislaufwirtschaftsgesetz vorsätzlich oder fahrlässig Abfälle zur Beseitigung außerhalb einer dafür zugelassenen Abfallbeseitigungsanlage behandelt, lagert oder ablagert, handelt ordnungswidrig. Und wer Gegenstände wie z. B. Hausmüll, Sperrmüll, Altreifen, Fahrzeuge, Bauschutt, Bodenaushub, Tierabfälle, pflanzliche Abfälle und anderes durch Wegwerfen, Liegenlassen, Vergraben, Wegschütten oder Verbrennen beseitigt, kann mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro belangt werden. Je nach Gefährdungsart kann es sich auch um einen Straftatbestand handeln, etwa bei gefährlichen Abfällen wie asbesthaltigem Müll, teerölhaltigen Hölzern oder wenn das Grundwasser oder ein Gewässer verunreinigt wird. Die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen ist kein Hexenwerk. Jeder Bürger kann seinen Müll nach Abfallsorten getrennt in die dafür vorgesehenen Tonnen, bzw. Gelber Sack entsorgen. Für sonstigen Müll, der beispielsweise bei einer Entrümpelung anfällt, kann eine Sperrmüllabfuhr bestellt werden. Abfälle wie Altreifen, Bauschutt, Farbreste oder auch Sperrmüll können bei Wertstoffhöfen entsorgt werden. Wertstoffhöfe in der Nähe von Schiffweiler sind in Neunkirchen (Grubenstraße 4), in Ottweiler (In der Etzwies 23) und in Illingen (Haupstraße 144). Grünschnitt kann an der Grüngutannahmestelle der Gemeinden Merchweiler und Schiffweiler abgegeben werden.

„Wir möchten alle Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren, achtsam mit ihrer Umwelt umzugehen und das Fehlverhalten einzelner nicht stillschweigend hinzunehmen“, erklärt Daniel Müller. Daher werden alle Bürgerinnen und Bürger gebeten, das Ordnungs- oder Umweltamt der Gemeinde Schiffweiler zu kontaktieren, wenn sie eine illegale Müllentsorgung beobachtet haben. Wichtig sind hierbei Beweise wie etwa Fotos oder das Kennzeichen, denn wenn kein Verursacher ermittelt werden kann, bleibt die Gemeinde und somit der Steuerzahler auf den Kosten für die Entsorgung des Mülls sitzen. Zeugen finden auf der Homepage der Gemeinde unter „Satzungen & Formulare“ das Formular „Anzeige einer allgemeinen Ordnungswidrigkeit“, das sie selbst ausfüllen können. Das Ordnungsamt ist unter der Tel. 06821-67871 zu erreichen.

Autorin: Isabel Sand